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Rund um den Globus

Das Erbe eines

Königreiches

Die Tempel Landschaft von Bagan und der Inle-See zählen neben Mandalay, dem kulturellen Zentrum, und Yangon, der grössten Stadt des Landes, zu den beliebtesten Reisezielen Myanmars.

Der Blick vom höchsten Tempel über die Ebene von Bagan hat etwas Unwirkliches an sich. Langsam lichtet sich der Nebel, und im Gegenlicht der aufgehenden Sonne beginnt sich eine sagenhafte Märchenlandschaft mit Hunderten von religiösen Stätten zaghaft zu entschleiern. Der Moment ist magisch. Reiseleiter Tan hatte recht: Es lohnt sich, früh aufzustehen, um die 3279 Tempel und Stupas im Morgenlicht zu bewundern. 3279? Er habe nachgezählt, lacht Tan. Je nach Quelle begegnet man zwar etwas unterschiedlichen Angaben, aber eindrücklich ist die Anzahl so oder so. In einer Epoche, als Europa im tiefsten Mittelalter versunken war, erlebte das erste vereinte Königreich auf dem Gebiet des heutigen Myanmar seine kulturelle und politische Blütezeit. Die Bauwerke stammen mehrheitlich aus dem 10. bis 12.

Jahrhundert. Im  13. Jahrhundert wurde das Königreich durch die Mongolen fast vollständig zerstört. Von den ursprünglich rund 6000 Tempeln sind gut die Hälfte unversehrt geblieben. Obwohl die Anlagen mehrere hundert Jahre nicht genutzt wurden, befinden sie sich noch immer in erstaunlich gutem Zustand. Sie werden gegenwärtig mit Unterstützung der internationalen Gemeinschaft restauriert. Am besten mietet man ein Fahrrad und lässt sich Bagan von einem ortskundigen Guide zeigen. Die Tempellandschaft befindet sich etwa 155 Kilometer südwestlich der Stadt Mandalay am Ostufer des Irrawaddy. Sie erstreckt sich über fast 40 Quadratkilometer, bildet eine der grössten archäologischen Stätten Südostasiens und ist heute eines der wichtigsten touristischsten Ziele in Myanmar.

Ursprünglich und berührend

Lange galten Reisen nach Burma als politisch unkorrekt. Nach der demokratischen Öffnung des Landes und der Wahl der Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi ins nationale Parlament sind die Boykottaufrufe aber bekanntlich weltweit aufgehoben worden. Mit den ersten Demokratisierungsschritten ist die Zahl der Besucher Burmas regelrecht explodiert. Allerdings mutet der Touristenaufmarsch im Vergleich mit der Besucherzahl in anderen südostasiatischen Ländern weiterhin sehr bescheiden an. Noch immer ist Myanmar das ursprünglichste aller buddhistischen Länder Südostasiens. Dies gilt ganz besonders auch für Mandalay, das kulturelle Zentrum des Landes. Hier lohnt sich beispielsweise der Besuch der Kuthodaw-Pagode. Sie stammt aus dem Jahre 1857 und enthält das grösste Buch der Welt. Auf riesigen Platten haben Steinmetze über sieben Jahre hinweg die Lehre des Theravada-Buddhismus in 729 Schreinen verewigt. Die beeindruckende Anlage, in deren Zentrum eine Pagode dem weltbekannten Shwedagon in Yangon nachempfunden wurde, kann sich durchaus mit seinem berühmten Vorbild messen.

Natürlich darf man deshalb den Besuch des Originals in der ehemaligen Hauptstadt des Landes nicht auslassen. Die berühmte Shwedagon-Pagode in Yangon zieht jedes Jahr tausende Pilger an. Die Anfänge des mit echtem Blattgold überzogenen Tempels reichen bis ins 5. Jahrhundert zurück. Er ist das schönste und faszinierendste Bauwerk der Stadt. Die Pagode strahlt Erhabenheit, Frieden und Mystik aus. Es gibt wohl kaum einen Besucher, der den Shwedagon nicht tief berührt verlässt.

Besuch bei Einbein-Ruderern

Idylle und Natur verspricht der Inle-See mit seinen berühmten Fischern, den sogenannten Einbein-Ruderern. Damit die Hände frei für die Fischerrute bleiben, bewegen sie das Ruder mit nur einem Bein. Geschmeidiger und eleganter kann ein Kanu kaum bewegt werden. Die Bilder der Inle-See-Fischer sind denn auch um die Welt gegangen. Wer mit der noch ursprünglich lebenden Bevölkerung in Kontakt kommen möchte, besucht am besten eines der 17 Dörfer rund um den See. Die Häuser sind auf Pfählen gebaut. Die Menschen leben vom Anbau von Gemüse, Früchten und Blumen sowie vom Fischfang. Besonders schön: Die schwimmenden Kulturen bilden eine blühende Gartenlandschaft an den Ufern des Sees. SWR

Unsere Empfehlunge

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Burma, Birma, Myanmar

Seit 1989 heisst der Vielvölkerstaat zwischen Thailand, Laos, China, Indien und Bangladesch offiziell Myanmar. Der alte Name Burma, oder auf Deutsch Birma, ist aber ebenfalls noch in Gebrauch.

Reisetipp von André Seiler

Product Manager Asia
Ein Ballonflug über die Pagoden von Bagan ist zwar kein Geheimtipp mehr, aber etwas vom Schönsten, was man in Myanmar machen kann. Von Ende Oktober bis März kann man die Tempelebene bei einer Heissluftballonfahrt zum Sonnenaufgang erleben. Die einmalige Atmosphäre und das eindrückliche Farbenspiel begeistern. Zum Abschluss dieses mystischen Erlebnisses wird ein Glas Champagner serviert. Sehr empfehlenswert sind in Myanmar zudem Transfers oder eine Stadtrundfahrt in Yangon im Elephant Coach. In diesen klimatisierten Bussen mit Minibar fi nden sechs bis acht Personen Platz. Die Ausstattung lehnt sich mit wunderschön verarbeitetem Holz und edlen Stoffen an vergangene Zeiten an.

In acht Tagen Myanmars Schönheit entdecken

Die Rundreise «Der Klassiker» führt zum Tempelmeer Bagans, in die Königsstadt Mandalay sowie an den Inle-See. Die Gruppenreise ist auch als Privatreise möglich und wird von einer Deutsch sprechender Reiseleitung begleitet.

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