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Rund um den Globus

Golfer im Glück

Türkisblau schimmernde Lagunen, weisse Palmstrände, tropische Blumen und imposante Berge – Mauritius bietet eine überwältigende Kulisse. Das macht die Insel auch für Golfer zu einem Traumziel.

Golfen ist Konzentrationssache. Auf Mauritius aber fällt es schwer, sich auf das Spiel mit der kleinen Kugel zu konzentrieren. Die Golfplätze der Insel sind voller Ablenkungen, oder besser gesagt: voller Versuchungen für alle Sinne. Beim Abschlag schweift der Blick über tiefgrüne, von Palmen gesäumte Fairways, über weisse Strände und den in allen Blautönen schimmernden Indischen Ozean bis hinauf zu bizarren Felsformationen. Der betörende Duft roter Bougainvilleen und bunter Hibiskusblüten liegt in der Luft. Eine Meeresbrise streichelt die sonnengewärmte Haut. Wer würde da nicht gern abschalten, loslassen und nur entspannen?

Doch Vorsicht! Golfer mit sportlichem Ehrgeiz fokussieren sich besser aufs Spiel. Denn viele der rund ein Dutzend Golfplätze auf der Insel sind echte Herausforderungen. Allen voran der von Deutschlands Golfstar Bernhard Langer designte Ile-aux-Cerfs-Kurs beim Shangri-La Le Touessrok im Osten der Insel. Enge, von üppiger Vegetation eingefasste Bahnen und schwierige, versteckte Greens fordern höchste Konzentration und präzise Schläge. Viele Golfer halten den nur per Boot erreichbaren Kurs für einen der schönsten der Welt. «Ich habe ihn so gestaltet, dass er sowohl eine taktische Herausforderung als auch eine unvergessliche Golferfahrung bietet», erzählt Langer. Der Golfchampion erinnert sich gut an seinen ersten Eindruck von der Ile aux Cerfs: «Da war diese Insel inmitten eines spektakulären Korallenriffs, mit tiefblauem Wasser und blütenweissem Sand vor der beeindruckenden Kulisse eines mächtigen, erloschenen Vulkans. Ein einzigartiges Ambiente. Ich kenne keinen vergleichbaren Ort für einen Golfplatz mit Meerblick auf allen 18 Löchern.»

Vor allem Loch 11 bietet einen grandiosen Blick auf die Lagune und die im Landesinneren aus dichten Wäldern bis zu 828 Meter emporragenden Vulkankegel. Für Langer ist Mauritius «ein grüner Edelstein im Ozean». Die flachen Küstenregionen, die tropische Vegetation und das Klima sind wie geschaffen für den Golfsport. Europäische Golfer spielen sich im Frühjahr auf der Insel für die heimische Sommersaison warm oder verlängern diese bis in den Winter. Von November bis April ist es mit bis zu 33 Grad Celsius zwar feuchtwarm, leichter Wind macht die Hitze aber erträglich. Von Mai bis Oktober bietet Mauritius mit durchschnittlich 17 bis 23 Grad Celsius perfektes Golfwetter, angenehm leere Kurse und günstige Preise.

Hirsche auf den Fairways

Bernhard Langers Ile-aux-Cerfs-Kurs ist einer der Vorzeige-Plätze der Insel; gleich daneben liegt mit dem Anahita-Kurs ein weiterer herausragender Platz. Anders als der anspruchsvolle Langer-Kurs verzeiht der von Südafrikas Top-Golfer Ernie Els entworfene Anahita-Platz mehr Fehler und ist damit eine gute Wahl für Freizeitgolfer. Breite Fairways sorgen auf der zum Four Seasons Resort gehörenden Anlage für viel Spielspass. An Loch 9 wartet eine besondere Attraktion: Labourdonnais. Die rund hundert Jahre alte Riesenschildkröte lebt dort zusammen mit ihrer 70 Jahre jüngeren Artgenossin Cleopatre in einem mit Lavasteinen gesicherten Gehege und lässt sich gerne füttern.

Nördlich des Anahita-Kurses befinden sich die Constance-Resorts, Constance hat zwei eigene 18-Loch-Meisterschaftsplätze. Gegenüber des Belle Mare Plage liegt The Legend, ein anspruchsvoller Platz, der mit internationalen Turnieren den Ruf der Insel als Golfziel massgeblich geprägt hat. Einst war das Areal ein Jagdrevier, in der Dämmerung grasen noch immer Hirsche auf den Fairways. Südlich des Legend-Platzes schliesst sich The Links an. Der zweite 18-Loch-Constance-Parcours ist für Golfer mit höheren Handicaps zwar leichter zu spielen, von seiner landschaftlichen Schönheit aber steht er dem berühmteren Legend-Kurs um nichts nach. Noch leichter tun sich Freizeitgolfer auf dem wunderschönen, von alten Palmen gesäumten 9-Loch-Platz des One&Only Resorts Le Saint Géran. Hardcore-Golfer aber zieht es eher in die Constance-Resorts oder an die Westküste der Insel, wo auch die Hauptstadt Port Louis liegt.

Der erste Golfplatz im Norden

Im Südwesten befinden sich die zwischen Zuckerrohrplantagen angelegten 18-Loch-Kurse Heritage Golf Club und der Tamarina Golf Club beim Städtchen Flic en Flac. Letzterer wird wegen seiner beeindruckenden Natur auch «Little Africa» genannt. Zwischen hohen Bergen und dem Meer gelegen, schlängeln sich die 18 Bahnen durch eine savannenartige Landschaft mit tiefen Canyons und kleinen Lavafeldern. Der Heritage Golf Club ist an die beiden Fünfsterne-Resorts Heritage Le Telfair Golf & Wellness Resort und Heritage Awali Golf & Spa Resorts angeschlossen. Die Häuser wurden soeben frisch renoviert.

Die Anlage besteht aus einem 18-Loch Championship Course des ehemaligen European Tour Pro und Architekten Peter Matkovich sowie einem 9-Loch Kurzplatz, der sich auch für Anfänger eignet. Sie wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem räumte sie an den World Golf Awards soeben zum dritten Mal in Folge die Trophäe als bester Golfplatz im Indischen Ozean ab. Gute Voraussetzungen, um zu expandieren: Heritage Resorts hat einen weiteren 18-Loch-Championship-Platz angekündigt. Entworfen wird er vom Major Champion Louis Oosthuizen gemeinsam mit Peter Matkovich. Die Eröffnung ist für 2019 geplant. Bereits im November öffnet der Mont Choisy le Golf seine Türen für Spieler. Der 18-Loch Championship-Platz füllt eine Lücke: Im Norden der Insel gab es bis anhin keinen Golfplatz. Der Neuling freut die Beachcomber-Gruppe, die eine Partnerschaft mit Mont Choisy le Golf eingegangen ist und ihre beiden nächstgelegenen Häuser umtauft in Trou aux Biches Beachcomber Golf Resort & Spa und Canonnier Beachcomber Golf Resort & Spa.

Zwischen dem Tamarina Golf Club und dem Heritage Golf Club liegt der Paradis-Golfclub, dessen Name Programm ist. Der 18-Loch-Kurs erstreckt sich mit seinen Hunderten Palmen direkt unter dem gigantischen Le-Morne-Brabant-Gipfel auf einer Landzunge weit hinein in den Ozean, der auf dieser Seite vor allem im europäischen Sommer ruhiger ist. Der Golfplatz gehört zu den Schwester-Resorts Paradis und Dinarobin.

Die eindrücklichen Anlagen für den Golfsport auf Mauritius gehen auf das Erbe der englischen Kolonialherren zurück. Ansonsten ist – neben dem Linksverkehr – nicht viel vom britischen Einfluss geblieben. Der erste Golfclub der Insel, der Gymkhana Golf Club in den Bergen bei Vacoas, wurde 1909 von Mitgliedern der Royal Navy gegründet. BKR

Golfpro-Tipp

von Maurice Lutz, Head of Golf & Direct, Handicap 3.9.

So verschieden die Plätze dieser Insel sind, so einmalig ist jeder auf seine Art. Deshalb empfehle ich eine Kombination aus je einer Woche Südwesten und Osten, um die Plätze beider Küsten zu spielen. Tipp: Im Heritage Golf Club einen Skate Caddy mieten und damit über den Platz düsen.

Hoteltipps!

Beachcomber Trou aux Biches Resort & Spa *****(*)

Das beliebte und bekannte Hotel erstrahlt in neuem Glanz. Das Luxushotel liegt an einem der schönsten Strände der Insel. Gäste des Trou aux Biches Beachcomber kommen mit der Eröffnung des Golfplatzes Mont Choisy Le Golf in den Genuss exklusiver Privilegien. Neben einer persönlichen Einweisung und der Möglichkeit, die besten Abschlagszeiten zu einem vergünstigten Tarif zu buchen, profitieren Gäste von einem exklusiven Transfer zwischen Hotel und Golfplatz.

Weiter Infos zum Angebot gibt es hier.

Four Seasons Resort Mauritius at Anahita ******

Vor allem Gäste mit gehobenen Ansprüchen, Feinschmecker und Golfer kommen in dieser weitläufigen, luxuriösen Anlage auf ihre Kosten: ein exklusives Ferienparadies.

Weiter Infos zum Angebot gibt es hier.

Heritage Le Telfair Golf & Spa Resort *****

Die erstklassige Anlage überzeugt durch ihre Architektur im Kolonialstil, die vorzügliche Küche, den aufmerksamen Service und den besten Komfort in den luxuriösen Zimmern und Suiten.

Weiter Infos zum Angebot gibt es hier.

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