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Hin und Weg

Hin und Weg vom Kap

Kapstadt und die Provinz Western Cape ziehen jedes Jahr unzählige Besucher an. Die Region ist abwechslungsreich, schön und weist eine gute Infrastruktur auf. Doch Südafrika hat noch viel mehr zu bieten und es lohnt sich, weitere Landesteile zu entdecken.

Apéro an Kapstadts Waterfront. Yachten schaukeln im alten Hafen, der Atlantik glitzert, eine Band spielt Livemusik und die Menschen treten aus den modernen Hotels und Museen, um in der Abendstimmung das schöne Leben zu geniessen. Kapstadt ist eine unglaubliche Stadt. Eingebettet zwischen Tafelberg und Ozean ist sie die vielleicht schönste Ecke der Welt, ein Potpourri aus verschiedenen Kulturen und Einflüssen mit ganz eigenem Zauber. Auch die Umgebung, die Landschaften der Provinz Western Cape, verzaubert mit lieblichen Weinregionen, der Natur in ihrer Urkraft am Kap und überwältigenden Szenen auf der Garden Route. Das Western Cape und seine Metropole haben höchstens einen Makel: Sie stehen so stark im Rampenlicht, dass andere Regionen des Landes in den Schatten gedrängt werden. Zu unrecht. Südafrika ist gerade wegen seiner grossen Vielfalt an Landschaften, Kulturen, Pflanzen und Tieren ein interessantes und aussergewöhnliches Reiseland.

Busch und Berge

Insgesamt gibt es neun Provinzen im Land. Sie alle unterscheiden sich landschaftlich und kulturell, und jede hat ihre eigenen Perlen. Neben dem Western Cape ist Mpumalanga im Nordosten eine der beliebtesten Regionen. Grund dafür sind vor allem der Kruger Nationalpark und die privaten Game Reserves. Mit rund 20 000 Quadratkilometern Fläche ist der Kruger einer der grössten Nationalparks in Afrika. Tier- und Safarifans kommen hier voll auf ihre Kosten: Neben den Big Five, die durch das Buschland ziehen, gibt es unzählige Vogel- und Reptilienarten zu beobachten. Es lohnt sich aber, auch die Hochebene der Provinz zu besuchen. Der Blyde River Canyon gilt als eines der grössten Naturwunder im südlichen Afrika. Ebenfalls ein Wunder sind die Traditionen der verschiedenen Kulturen, die in Mpumalanga leben. In Cultural Villages bringen die Shangaan und Ndebele den Besuchern ihre Lebensweise näher.

Der Kruger Nationalpark reicht im Norden bis in die Provinz Limpopo. Ihr Bild wird von den mächtigen Baobab-Bäumen mit ihren dicken Stämmen geprägt, aber auch von flachen Gebirgszügen. Die Waterberg Mountain Range hat sprudelnde Quellen und Bäche sowie Feuchtgebiete, und auch die Soutpansberg Mountains sind dicht bewaldet und grün. Ein anderes Afrika.

Auch in der Provinz KwaZulu-Natal spielt Wasser eine zentrale Rolle, allerdings in anderer Form. Das Tor zur Region ist das pulsierende Durban mit seinen langen Stränden am Indischen Ozean – also mit wesentlich angenehmeren Wassertemperaturen als im Atlantik in Kapstadt. Durban ist ein Hotspot für Aktive. Tiefseetauchen und Surfen sind genauso möglich wie White Water Rafting, Reiten, Fischen oder eine Runde Golf. Der iSimangaliso Wetland Park schützt Meerestiere und sein Feuchtgebiet ist zum UNESCO-Weltnaturerbe ernannt worden, während der Hluhluwe-Imfolozi Park bekannt für seine bedrohten Nashörner ist. Die kulturellen Einflüsse stammen hier aus Indien, Europa und selbstverständlich von der ZuluBevölkerung, der grössten Volksgruppe Südafrikas.

Metropolen und kleine Dörfer

Die Region Eastern Cape ist hingegen von den Xhosa geprägt. 85 Prozent der 6.7 Millionen Einwohner dieser Provinz, nach dem Northern Cape die zweitgrösste des Landes, zählen zum Volk der Xhosa. Auf dem Land haben sie ihre Traditionen bewahrt, die Familien leben in kreisförmig angeordneten Hütten, dem sogenannten Kraal. Highlight vom Eastern Cape sind die über weite Strecken unberührten Landschaften. Der Küstenstreifen vom Tsitsikamma National Park bis Port Alfred zählt zu den schönsten der Welt, der Urwald wächst bis an die felsige Küste. Zudem sind die Wildreservate der Region malariafrei.

Wild Life gibt es in Südafrika fast überall zu beobachten. Aber am urbansten von allen Provinzen ist wohl Gauteng mit den Metropolen Johannesburg und Pretoria. Sie sind der Motor des Landes und bieten typisches Städteflair mit allem, was dazugehört: Shoppingmalls, Restaurants, Galerien, Hotels und Boutiquen. In Johannesburg liegt der Stadtteil Soweto, der aus mehreren Townships entstanden ist. Er gilt als Symbol des Widerstandes gegen das Apartheid-Regime und war zeitweise Wohnort von Nelson Mandela. Das «Mandela House» ist heute ein Museum.

Mandela steht dieses Jahr noch mehr im Fokus als sonst: Am 18. Juli wäre der erste demokratisch gewählte Präsident Südafrikas und Friedensnobelpreisträger hundert Jahre alt geworden. Mandela wuchs im Eastern Cape auf, hinterliess aber im ganzen Land Spuren, auf denen man 2018 mit verschiedenen Events und Ausstellungen besonders gut wandeln kann. Ein Grund mehr, die unterschiedlichen Regionen des Landes zu entdecken. SKJ

Saison ist immer

Südafrika ist eine GanzjahresDestination. Vor allem auch im südafrikanischen Frühling lohnt sich eine Reise: Dann blühen die Blumen und die Wale sind da.

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Südafrika auf Schienen

Travelhouse hat eine spannende Zugfahrt quer durch Südafrika und Swaziland im Portfolio. Die Gäste steigen in den luxuriösen Shongololo Express ein und besuchen unterwegs unter anderem das Big-Hole-Diamantenmuseum, den iSimangaliso Wetland Park sowie den Kruger Nationalpark. Auf Wunsch kann ein Golfpaket dazugebucht werden. Elf Plätze stehen zur Auswahl, Golfer können auf allen abschlagen, oder sich nur für einzelne entscheiden.

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